Heilungszeugnis Lisa:

Meine Schwester ist mit 16 von zu Hause im Unguten abgehauen. 2 Jahre danach begann ein Prozess in mir über „die-Sache-schön-reden“ bis hin zum Erkennen, dass mein Urvertrauen verletzt wurde und ich eine tiefe Wunde davon trage und viele meiner Verhaltens-/Denkweisen darauf zurückzuführen sind. Es begann auch, dass ich Nervenzusammenbrüche bekam, in Ohnmacht fiel, dauerhafte Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Bauchprobleme hatte.

Sehr oft hatte ich das Gefühl eines großen schwarzen Nichts, wenn ich in Gemeinschaft mit anderen Menschen war und ganz besonders bei Lobpreiszeiten. Die Ärzte konnten körperlich/organisch nichts finden und ein Arzt brachte es dann auf den Punkt: Er meinte, dass ich irgend ein Paket mit mir schleppe, wo ich mich nicht traue genau rein zu schauen. Solange ich das nicht mache, wird es mit meinem Körper wohl nicht bergauf gehen.


Ich war zu Tränen gerührt, denn in dem Moment hat Gott durch diesen Mann die Wahrheit ausgesprochen und ich erinnerte mich daran, dass eine Frau zu mir sagte: „Es ist so, als hätte deine Schwester dir einen Dolch in den Bauch gerammt - solange der darin ist, kann sie dir weiter weh tun. Der Dolch muss raus - das wird weh tun, aber erst dann kann es heilen. Du musst dich von deiner Schwester lossagen.“ Mir war nicht ganz klar, was das hieß - aber als ich von den Healing Rooms erfuhr, wusste ich, dass ich da hingehen sollte. Es hat mich viel Überwindung gekostet, zumal ich nicht wusste, was dieses LOSSAGEN bedeuten soll - es fühlte sich so an, als müsste ich leugnen, dass ich eine Schwester habe, oder dass ich sie liebe. Angst wollte mich abhalten hinzugehen, meine körperlichen Symptome haben sich verschlimmert in der Zeit, wo ich in den Räumen wartete, dass ich dran komme. Aber innerlich hatte ich den Frieden, dass das JETZT gut ist und dran.


Als die lieben Menschen dann für mich beteten, legte die eine Frau ihre Hand auf meinen Bauch - und ich erinnerte mich an die Aussage mit dem Dolch! (Woher wusste die Frau das? Gott ist unglaublich.) Als es dann dazu kam, dass ich den Namen meiner Schwester aufschreiben durfte und ans Kreuz bringen - noch nie habe ich so viel Widerstand gespürt - es war richtig eine Überwindung die Verantwortung abzugeben, die ich mir fälschlicherweise genommen hatte für meine Schwester - und sie ganz in Jesus Hände zu legen. Mir wurde klar, dass ich nur die falsche Bindung zu ihr löste und Gott nun die Chance hat, eine ganz neue Beziehung wachsen zu lassen, so wie er sie sich gedacht hat. Als ich das tat und die schweren Worte über meine Lippen waren, war mir so leicht zumute, dass ich anfangen musste zu Lachen vor Freude … die anderen lachten mit, denn es war genau das, was sie als Eindruck hatten, als sie für mich beteten, bevor ich in den Raum kam - ein befreites, lautes, fröhliches Lachen … sie wussten, dass Gott heute was tun wird.


Sie haben für mich geglaubt, sie haben mir geholfen den Weg zu gehen, den ich allein nicht hätte aushalten können. Ich habe gewagt zu VERTRAUEN, dass Gott etwas tut - und zwar auch in MEINEM Leben. Seitdem habe ich keine Herzrhythmusprobleme mehr, die dauerhaften Kopfschmerzen sind auch weg. Vor allem aber fühle ich kein Loch und keine Schwere mehr, bei dem Gedanken an meine Schwester. Ich kann sogar ihren Namen wieder aussprechen.


Ich bin frei - das feiere ich - und passe auf, dass ich nicht versuche, die Verantwortung wieder an mich zu reißen. DANKE GOTT, für diesen Prozess der Tränen - hinein in deine Freiheit und deinen Frieden! :)